Hof der Chancen: Ein Hof, auf dem alle gebraucht werden.

Zeichnung: Hinter einem geöffneten Holztor liegt ein Hof Linienzeichnung eines bergischen Hofs: links ein Fachwerkhaus mit Schieferdach und grünen Fensterläden, rechts eine Holzscheune, in der Mitte ein großer Baum. Dahinter sanfte Hügel mit einer Weide.

Wir suchen unsere Hofstelle. Ab 2027 soll der Hof schrittweise entstehen.

Unsere Vision

Wir bauen einen generationenübergreifenden GreenCare-Hof im ländlichen Raum: einen sozial-ökologischen Lebensort.

Senior*innen, junge Erwachsene mit Behinderung und Kinder leben, arbeiten und lernen hier naturnah zusammen. Die aktive Teilhabe am Hofleben, etwa bei der Tierpflege oder im integrativen Gartenbau, stärkt die Gesundheit und baut soziale Isolation ab. So soll ein Vorzeigeprojekt für ländliche Daseinsvorsorge, Nachhaltigkeit und soziale Innovation entstehen.

Das 4-Säulen-Symbiose-Modell

Auf dem Hof bringt jede Gruppe etwas ein und bekommt etwas zurück. Der Hof verbindet sie zu einem Kreislauf.

Grafik: Das 4-Säulen-Symbiose-Modell In der Mitte der Hof. Um ihn herum Senior*innen, Menschen mit Einschränkungen, Kinder und Tiere. Gestrichelte Pfeile zeigen, was jede Gruppe dem Hof gibt und was sie bekommt. Die Inhalte stehen ausführlich im Text neben der Grafik. ErfahrungswissenTagesstrukturMitarbeitSelbstwirksamkeitLebendigkeitInklusionStressabbauZuhause Senior*innen Menschen mitEinschränkungen KinderKita & Schulen TiereGnadenhof & Therapie Der HofGreenCare
Was die Gruppe einbringt Was sie bekommt

Wählen Sie in der Grafik eine Gruppe, um ihre Verbindungen hervorzuheben.

Senior*innen

Gibt dem Hof
Erfahrungswissen
Bekommt vom Hof
Tagesstruktur und Gemeinschaft

Finden eine feste, sinnstiftende Tagesstruktur, zum Beispiel beim morgendlichen Eiersammeln oder im Permakulturgarten. Sie entkommen der Einsamkeit, bleiben körperlich aktiv und bringen ihr wertvolles Erfahrungswissen ein.

Menschen mit Einschränkungen

Gibt dem Hof
Mitarbeit in Hofladen, Tierpflege und Garten
Bekommt vom Hof
Selbstwirksamkeit auf Augenhöhe

Arbeiten in einem echten, wertschätzenden Produktionsumfeld – Hofladen, Tierpflege, Garten – statt in isolierten Großeinrichtungen. Sie erleben echte Selbstwirksamkeit auf Augenhöhe.

Kinder (Kita & Schulen)

Gibt dem Hof
Unbeschwerte Lebendigkeit
Bekommt vom Hof
Inklusion und ökologische Kreisläufe im Alltag

Erleben Inklusion und ökologische Kreisläufe ganz natürlich im gemeinsamen Alltag. Sie bringen unbeschwerte Lebendigkeit auf den Hof.

Tiere (Gnadenhof- & Therapietiere)

Gibt dem Hof
Nähe, die nachweislich Stress reduziert
Bekommt vom Hof
Ein artgerechtes Zuhause

Finden ein artgerechtes Zuhause, angestrebt ist eine Haltung nach Bioland-Standard. Sie sind wertfreie Brückenbauer, die nachweislich Stress reduzieren.

Der geplante Hof

So stellen wir uns die Hofstelle vor: ein Dreiseithof, auf dem Wohnen, Arbeiten, Lernen und Begegnung zusammenkommen. Die Zeichnung ist eine Skizze. Die echte Hofstelle suchen wir noch.

Skizze der geplanten Hofstelle aus der Vogelperspektive Ein Dreiseithof um einen Innenhof mit Baum. Hinten das Haupthaus mit Seniorenapartments und Wohnen mit Assistenz, links Hofladen und Hofcafé, rechts die Scheune mit Seminarräumen. Links daneben ein kleines Haus für die Kita-Naturgruppe und der Permakulturgarten, rechts die Weiden mit zwei Schafen, vorne die Stellplätze. Die nummerierten Markierungen entsprechen der Liste neben der Zeichnung. 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Bereiche der Hofstelle

  1. SeniorenapartmentsBarrierefreies Wohnen für Senior*innenStatus: geplant
  2. Wohnen mit AssistenzFür junge Erwachsene mit BehinderungStatus: geplant
  3. HofladenArbeitsplatz und TreffpunktStatus: geplant
  4. HofcaféBegegnung auf dem HofStatus: geplant
  5. SeminarräumeSeminar- und TagungsbetriebStatus: geplant
  6. Kita-NaturgruppeLernen im Rhythmus der NaturStatus: geplant
  7. PermakulturgartenIntegrativer GartenbauStatus: geplant
  8. WeidenFür Gnadenhof- und TherapietiereStatus: geplant
  9. StellplätzeCampingstellplätze für GästeStatus: geplant
Status: geplant
Teil des Konzepts, noch nicht begonnen
Status: in Vorbereitung
Konkrete Schritte laufen
Status: verfügbar
Das Angebot ist nutzbar

Der Weg zum Hof

Wir gehen in drei Phasen vor. Jedes Angebot startet erst, wenn die Voraussetzungen dafür stehen.

  1. Phase 1 Aktuell bis Mitte 2027

    Hier stehen wir

    Sicherung der Konzeption, aktive Objektsuche, Akquise von Investoren und Fördermitteln (z. B. LEADER, Aktion Mensch, Stiftungen).

  2. Phase 2 Ab Mai 2027 bis 2030

    Erwerb der Hofstelle, Brandschutzertüchtigung und gestufter, barrierefreier Umbau der Gebäude, Start des Seminar- und Tagungsbetriebs.

  3. Phase 3 Folgejahre, modularer Regelbetrieb

    Erstbezug der Seniorenapartments, Eröffnung der Kita-Naturgruppe, schrittweise Freischaltung von Hofcafé, Hofladen, Seminarräumen und Campingstellplätzen.

Wer hinter dem Hof steht

Der Hof ist unsere gemeinsame Lebensaufgabe. Wir führen dieses Projekt menschlich und geschäftlich.

Niklas Schöpe

Geschäftsführung

Ausgebildeter Tischlergeselle mit Erfahrung in der Haustechnik. Als zertifizierter WEG-Verwalter weiß er, wie man Immobilien verwaltet, Verträge gestaltet und Konflikte löst. Zusätzlich ist er B.Sc. in Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie.

Kaja Schöpe

Fachliche und therapeutische Koordination

Ausgebildete Ergotherapeutin (B.Sc.) mit tiefem Praxiswissen aus der Psychiatrie, der Geriatrie und der Psychosomatik. Ihre tägliche Arbeit und Kommunikation basieren auf den Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK).

Wir wissen, wovon wir reden und was Familien durchmachen. Aus eigener Erfahrung in der Familie sind wir beide eng mit den Themen Inklusion und Assistenzbedarf vertraut.

Was die Forschung zeigt

Pflegebauernhöfe, international „Green Care Farms“ oder „Care Farms“ genannt, sind in den Niederlanden und in Großbritannien gut untersucht. Fünf Ergebnisse, auf die wir aufbauen:

„Erste Beobachtungen in farmbasierten Tagespflegen zeigen vielversprechende positive Effekte: Menschen mit Demenz weisen weniger Verhaltensauffälligkeiten auf, benötigen weniger Medikamente – einschließlich Psychopharmaka – und sind aktiver in vertraute Alltagsaktivitäten eingebunden als in traditionellen Einrichtungen.“

Schols, J. M. G. A., & van der Schriek-van Meel, C. (2006). Day care for demented elderly in a dairy farm setting: Positive first impressions. Journal of the American Medical Directors Association, 7(7), 456–459. Sinngemäß aus dem Englischen übersetzt. doi.org/10.1016/j.jamda.2006.05.011 (Studie, externer Link)

“Green care farms can be a valuable alternative to traditional nursing homes. They provide an attractive, homelike environment and activities that positively influence engagement and social interaction.”

de Boer et al. (2017). Green Care Farms as Innovative Nursing Homes, Promoting Activities and Social Interaction for People With Dementia. Journal of the American Medical Directors Association, 18(1), 40–46. Originalzitat. doi.org/10.1016/j.jamda.2016.10.013 (Studie, externer Link)

„Der Besuch einer Tagespflege auf einem Pflegebauernhof führt bei zu Hause lebenden Menschen mit Demenz im Vergleich zu regulären Tagespflegen nachweislich zu einer besseren und höheren Energie- und Flüssigkeitsaufnahme während des Tages.“

de Bruin et al. (2010). Day care at green care farms: A novel way to stimulate dietary intake of community-dwelling older people with dementia? The Journal of Nutrition, Health & Aging, 14(5), 352–357. Sinngemäß aus dem Englischen übersetzt. doi.org/10.1007/s12603-010-0079-9 (Studie, externer Link)

„Die physische Arbeit und Sinnhaftigkeit in einer landwirtschaftlichen Umgebung stärken das Selbstvertrauen, den Aufbau von Arbeitsgewohnheiten und die Entwicklung sozialer Fähigkeiten sowie der persönlichen Verantwortung bei Menschen mit Behinderungen.“

Hine et al. (2008). Care Farming in the UK: Evidence and Opportunities. University of Essex: National Care Farming Initiative. Sinngemäß aus dem Englischen übersetzt. Bericht ohne DOI

„Pflegebauernhöfe bieten Menschen mit geistigen Behinderungen ein stabiles Umfeld, um bedeutungsvolle Freundschaften zu entwickeln, soziale Unterstützungsnetzwerke außerhalb der eigenen Familie aufzubauen und echte Inklusion im Alltag zu erleben.“

Rotheram, S. et al. (2017). Care farms as a space of wellbeing for people with a learning disability in the United Kingdom. Health & Place, 48, 123–131. Sinngemäß aus dem Englischen übersetzt. doi.org/10.1016/j.healthplace.2017.10.001 (Studie, externer Link)

Häufige Fragen

Ist die medizinische Versorgung auf dem Bauernhof sichergestellt?

Der Hof der Chancen stellt die barrierefreie Infrastruktur und die aktivierende Gemeinschaft. Die medizinische und körperbezogene Pflege wird nahtlos durch frei wählbare, qualifizierte externe ambulante Pflegedienste (nach § 72 SGB XI) erbracht, inklusive eines 24/7-Notrufsystems.

Wie finanzieren sich die Angebote für die Bewohner?

Das Modell ist so kalkuliert, dass es für jeden zugänglich ist. Die reine Kaltmiete liegt mit 8,50 €/m² im ländlichen NRW-Schnitt und ist über das Sozialamt (KdU) für Bezieher von Grundsicherung voll refinanzierbar. Die GreenCare-Infrastruktur-Pauschale (6,00 €/m²) für die Alltagsaktivitäten kann bei Senior*innen über den Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) mit Eigenanteil und bei Menschen mit Einschränkungen über die Eingliederungshilfe (LVR, SGB IX) abgerechnet werden.

Was passiert mit Überschüssen oder Spenden?

Als gemeinnützige GmbH (gGmbH in Gründung) unterliegen wir der strikten Gemeinnützigkeit und Vermögensbindung. Gewinne dürfen nicht an Privatpersonen (vor allem nicht an die Geschäftsführung) ausgeschüttet werden, sondern fließen in den Erhalt des Hofes, die Tierpflege und den Ausbau inklusiver Projekte.

Kennen Sie eine passende Hofstelle?

Noch haben wir kein festes Objekt. Wenn Sie einen Hof kennen, der zu unserem Suchprofil passt, freuen wir uns über Ihren Hinweis, auch wenn er noch nicht zum Verkauf steht.

Unser Suchprofil

Hofstelle
Typische Hofstelle, z. B. ein Dreiseithof
Lage
Ländlicher Raum in Nordrhein-Westfalen, Fokus Bergisches Land und Umgebung
Außenfläche
5 bis 8 Hektar für Weiden, Ackerstreifen und Permakultur
Gebäude
ca. 2.000 bis 2.500 m² Nutzfläche

Ort oder Gegend genügt.

In welcher Beziehung stehen Sie zum Objekt? freiwillig, eine Antwort
Kommt Kauf oder Pacht in Frage? freiwillig, eine Antwort

Wie Sie dabei sein können

Für jede Gruppe gibt es eine eigene Seite und eine eigene Interessentenliste.